Trailer:Grace Is Gone…, Kinostart: 28. August 2008
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Filminfomationen
Grace Is Gone
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Not Coming Home
Schaut man sich anhand aktueller amerikanischer Spielfilmproduktionen an, wie derzeit mit dem Thema Krieg und der US-Außenpolitik umgegangen wird, fühlt man mehr denn je, dass sich der Wind gedreht hat und die Zeichen für einen politischen Neuanfang mit den US-Präsidentschaftswahlen mehr als gut stehen. Auch James C. Strouse rechnet in seinem Regiedebüt „Grace is Gone“ indirekt mit der Bush-Administration ab.
Er berichtet darin von Stanley Phillips (John Cusack), der seine beiden acht und zwölf Jahre alten Mädchen (Shélan O’Keefe und Gracie Bednarczyk) allein großzieht, seit die Mutter als Sergeant im Irak stationiert wurde. Als Stanley die erschütternde Nachricht vom Tod seiner Frau erhält, kann er sich nicht dazu durchringen, seinen Töchtern davon zu erzählen. Stattdessen geht er spontan auf den Wunsch der Jüngeren ein und fährt mit ihnen quer über den Kontinent zu einem Vergnügungspark nach Florida. Während der Fahrt kommen der Älteren zunehmend Zweifel über den ungewohnten Ausbruch aus der Normalität, aber Stanley schweigt weiterhin hartnäckig über den Auslöser der Ereignisse.
Anders als Francesco Lucente, der in „Badland“ unlängst ebenfalls die seelischen Auswirkungen des Irakkrieges thematisierte, gelingt es James C. Strouse geradezu spielerisch, Sentimentalitäten zu vermeiden. Der Kloß im Hals bleibt zwar nicht aus, aber die emotionale Talfahrt wird durch die vorzüglichen Darstellerleistungen authentisch und dadurch umso bewegender. John Cusack macht die Seelenqualen des Familienvaters mit feinsten Nuancen seiner Mimik glaubhaft, wenn er innerhalb von Sekunden seine Maske fallen lässt und unterdrückte Gefühle an die Oberfläche dringen. Die beiden jungen Co-Stars können ebenfalls durchweg überzeugen. Darüber hinaus ist es Altmeister Clint Eastwood und seinem subtilen Soundtrack zu verdanken, dass der Film auch hinsichtlich seiner musikalischen Untermalung nicht wie „Badland“ im kitschigen Pathos ertrinkt.
Frank Brenner, film.de Redaktion
- Film.de Bewertung:
- Kritik vom 28.08.2008
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