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Stand: 01.01.1970

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Meryl Takes It All

Mit dem Spaß bei Dreharbeiten ist das ja so eine Sache: Oftmals sieht man Filmen an, ob die Schauspieler vor der Kamera Freude an ihrem Job hatten oder eher nicht. Leider sagt dies noch nichts über die Qualität des Produkts aus, ist es doch noch lange nicht sicher, dass dieser Funfunke der Darsteller auch auf den Zuschauer vor der Leinwand überspringt. Bei dieser Musical-Verfilmung darf nun aber der Idealfall diagnostiziert werden: Wie es aussieht, hatten die Stars reichlich Spaß beim Dreh in Griechenland. Und garantiert ebenso viel Spaß wird man beim Besuch des Films haben, schließlich hat man grade eine Karte für die beschwingteste Gutfühl-Komödie dieses Kinosommers gelöst.

Die Story ist, wie so oft bei Musical-Verfilmungen, nicht der Rede wert: Die 20-jährige Sophie (Amanda Seyfried) ist allein mit ihrer Mutter (Meryl Streep) auf einer kleinen griechischen Insel aufgewachsen. Mamas heimlich entwendetes Tagebuch verrät ihr, dass drei ehemalige Liebhaber ihrer Mutter für die Vaterrolle in Frage kommen. Da Sophies Hochzeit vor der Tür steht, lädt sie die drei ein, jedoch ohne ihrer Mama davon zu erzählen. Als das Männer-Trio einen Tag vor der Hochzeit anreist, ist das Chaos perfekt und es gibt noch einige emotionale Hindernisse zu überwinden, bis der Weg vor den Traualtar in trauter Eintracht angetreten werden kann.

Eine großartige Meryl Streep stiehlt mal wieder allen die Show, vor allem, wenn sie am Rande der Klippen stehend „The Winner Takes it All“ interpretieren darf (und wie alle Darsteller, ihre Songs auch selbst singt). Allerdings stehen ihr ihre Film-Freundinnen Christine Baranski und Julie Walter in Sachen Spielfreude in nichts nach. Auch die Herren Brosnan, Firth und Skarsgard tanzen und singen sich tapfer durch diese verfilmte Best Of-ABBA-Kompilation mit dürftiger Rahmenhandlung.

Choreografiert und inszeniert wurde dieser Frauen-affine Herz-Schmerz-Spaß äußerst fantasievoll, vor allem aber spritzig und (glücklicherweise) mit einem Schuss augenzwinkernder Abba-Selbstironie. Die sonnendurchfluteten Postkartenansichten von Griechenland, die vor schierem Urlaubsfeeling zu bersten scheinen, tun ihr übriges, um aus „Mamma Mia!“ den Sommerfilm des Jahres zu machen. Reingehen, mitsingen, Spaß haben - so unbeschwert kann Kino sein!

Dirk Lüneberg, film.de Redaktion

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  • Kritik vom 16.07.2008
 
 
 
 

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Aktuelle Kommentare

  • Von chefkoch42 am 07.02.2010

    Filmmusik 

    Es kommt etwa in Minute 30 des Films eine Filmmusik: ich würde sagen so Art Ambient/Chill mit glaub...

  • Von spiderweb am 02.02.2010

    Soul Kitchen  

    Super Lustig und mit Charme ! Meiner Meinung nach Akins Bester ! Unbedingt anschauen !!!

 

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