Man kennt das: Wir lernen jemanden kennen, ob im Beruf oder im Privatleben ist da-bei völlig egal, finden aber ihn oder sie schon auf den ersten Blick so richtig doof und unsympathisch. Und auch auf den zweiten Blick wird unser Gefühl nicht besser. Jetzt wären wir am liebsten rüde und unfreundlich, denn was unsympathische Menschen angeht, ist unser Bedarf eigentlich schon für den Rest unseres Lebens gedeckt. Genau das würden wir unserem Gegenüber auch am liebsten spüren lassen. Doch wir halten uns zurück, denn wer weiß, vielleicht läuft uns eben jene Person irgendwann noch einmal über den Weg, wird an uns vorbei zum Chef befördert und schon haben wir ein Problem. Darum im Zweifelsfall immer recht freundlich!
Als Prominente jagender Boulevardzeitungsreporter kommt man mit dieser Einstellung jedoch nicht weit, da ist eher das Arschloch gefragt. Genau das hat Ludo (Till Schweiger) verinnerlicht und genau das wird ihm zum Verhängnis: Nachdem er sich, um das erste exklusive Foto von der Verlobung zwischen Yvonne Catterfeld und Wladimir Klitschko (!) zu ergattern, im wortwörtlichen Sinne etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt hat, wird er von einem Gericht zu 300 Stunden sozialer Arbeit verurteilt. Abzuleisten sind diese in einem Kinderhort, der geleitet wird von der resoluten Anna (Nora Tschirner). Und irgendwoher kommt Ludo diese Anna auch bekannt vor. Er kann sich jedoch nicht erinnern, mit ihr mal im Bett gewesen zu sein (was in Ludos Augen die einzige Möglichkeit gewesen wäre). Und er soll Recht behalten, denn die beiden kennen sich noch aus Grundschulzeiten, wo Anna das ständige Opfer von Ludos Streichen und Hänseleien war. Und die sieht mit der neuen Situation ihre einmalige Chance gekommen, sich für all die erlittnen Demütigungen aus Kindertagen zu rächen.
Eine der Grundvoraussetzungen für das Konzept romantischer Komödien ist somit bereits erfüllt: Die beiden Protagonisten können sich nicht ausstehen, müssen aber nach den Gesetzen des Genres trotzdem am Ende zueinander finden. Und diese (Dis)harmonie zwischen den beiden passend besetzten Hauptdarstellern Schweiger als arrogantem Schnösel und Tschirner als frecher Rotzgöre funktioniert auch ganz hervorragend. Wenngleich die Story dramaturgisch etwas wackelt und sie am Ende mindestens einen Looping zu viel fliegt, kann das Skript mit einigen erstklassigen Dialogen und vielen originellen Einfällen aufwarten. Entstanden ist so eine durchaus sympathische Komödie, wenngleich sie in einem nicht grade das direkte Verlangen weckt, ihr zumindest im Kino noch ein zweites Mal begegnen zu wollen.
Dirk Lüneberg
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Schön
Eine nette deutsche Komödie die gut erzählt wird und von Anfang bis Ende gut unterhält
Von Lussie am 30.09.2008 - 03:05Musiknoten
Sorry about writing in english but i don't know german :(
Does anyone have music sheets (Musiknoten) of "A rainy day in Vancouver" from this movie? I know that it should be inside one of the editions of DVD.
If you have, can you please scan it for me and send it to me at ruslana1900@mail.ru? Unfortunately it's impossible for me to buy this DVD cause i'm living in another country.
Big Thanks in advance
ICQ 116272068
Von Bananabombo am 31.01.2008 - 22:26Gut Gags
Netter Film mit teilweise ganz guten Gags. Till Schweiger halt.
Von fleckerl am 28.12.2007 - 09:05Ganz nett
Zwei sympathische Hauptdarsteller und ein wenig Prominenz. Das ganze verpackt mit einer netten Liebesgeschichte nach Schema F. Keinohrhasen ist bewegt sich auf altbewährtem Terrain, insofern äußerst vorhersehbar. Aber ist nicht gerade das manchmal das Schöne?
Fazit: nichts Bahn brechendes, aber durchaus sehenswert.