In Deutschland sind derzeit sämtliche Augen auf Roland Emmerich gerichtet. Aber das ist auch nicht sonderlich verwunderlich, wenn es schon mal „einer von uns“ in der Hollywoodschen Traumfabrik zu etwas gebracht hat. Und glücklicherweise hat sich der Exil-Schwabe nach seinem letztjährigen Megaflop mit dem Fantasy-Abenteuer „10.000 BC“ nun einmal mehr auf das besonnen, was er am besten kann – nämlich einen Katastrophenfilm zu inszenieren. Nicht, dass er das nicht schon einige Male zuvor getan hätte, aber ein Meister seines Faches wird man eben nur durch wiederholtes Auseinandersetzen mit der jeweiligen Materie. Und nichts anderes hat Emmerich mit „2012“ erneut getan.
Inhaltlich geht es darum, dass ein Team von Wissenschaftlern eine globale Katastrophe kommen sieht. Die Regierungschefs der G8-Staaten werden davon rechtzeitig in Kenntnis gesetzt und bauen riesige Archen, um das Überleben verschiedener Spezies und kultureller Errungenschaften zu sichern, doch der zivilen Bevölkerung wird das drohende Unheil verschwiegen. Der erfolglose Romanautor Jackson Curtis (John Cusack) bekommt jedoch gerade noch rechtzeitig Wind von der bevorstehenden Apokalypse, um sich und seine Familie in Sicherheit zu bringen. Vorerst zumindest.
Im Laufe der etwas zu lang geratenen 158 Minuten Spielzeit wird zudem Bezug genommen auf den Kalender der Maya, der am 21.12.2012 endet und damit ein Beleg ist für das bevorstehende Weltende. Die prophetische Gabe der Hopi-Indianer wird ins Feld geführt, um Anhaltspunkt für die globale Katastrophe zu erlangen. Und es wird nach wissenschaftlichen Erklärungen für all die bevorstehenden Schreckensereignisse gesucht. Dazu gesellt sich selbstverständlich Zwischenmenschliches, Politisches und Sozialkritisches, sodass am Ende eigentlich für jeden etwas dabei sein sollte.
Doch all das dient letztlich nur einem einzigen Zweck: Nämlich als Kulisse und Rahmenhandlung für Emmerichs opulent umgesetzte Kaputtmachszenarien. Ob Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Tsunamis – „2012“ bietet wirklich alles auf, was das Genre des Katastrophenfilms aufzuwarten imstande ist. Sicherlich, die Künstlichkeit der Bilder ist an einigen Stellen des Films kaum zu übersehen und die Symbolhaftigkeit einiger Szenen geht schon schwer in Richtung Kitsch. Aber hey: Für genau diese Art von Film wurde der Begriff „Popcorn-Kino“ erfunden. Es knallt an allen Ecken und Enden, geht oft wahnsinnig schnell und die hereinbrechende Bilderflut dürfte glatt als Äquivalent für die Zerstörungswelle auf der Leinwand durchgehen.
Wer auf realitätsnahe Inhalte, Charaktere mit Tiefe und beeindruckend ausgearbeitete Dialoge steht, der ist mit einer Kinokarte für „2012“ sicherlich schlecht beraten. Doch wer Lust hat, sich auf eine effektvoll umgesetzte und pompös ausgestattete Reise in die Apokalypse zu begeben und seine voyeuristische Ader bei der Betrachtung des Weltendes auszuleben, der kommt um den neuen Emmerich nicht herum.
Daniel Schieferdecker, Redaktion film.de
- Film.de Bewertung:
- Kritik vom 11.11.2009
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Es lebe groBe Deutschland!
Heil!
Von Wyacheslav am 23.12.2009 - 14:30schweine
Ich bin russische!
Von Wyacheslav am 23.12.2009 - 14:29%u042F %u0438%u0437 %u0420%u043E%u0441%u0441%u0438%u0438
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Von Wyacheslav am 23.12.2009 - 14:28Kkasse film!
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