Stimmt es, Madison, dass du deine Rolle vor allem deswegen bekommen hast, weil du keine Angst vor „The Rock“ hattest?
Madison: Nein, das ist Quatsch. Ich wusste ja auch überhaupt nicht, wer er ist. All seine Filme durfte ich noch gar nicht sehen und habe mich auch nie sonderlich für Wrestling interessiert. Deswegen war er für mich ein ganz normaler, allerdings sehr großer Typ.
Aber mittlerweile seid ihr Freunde geworden?
Madison: Ja.
Dwayne: Nein (lacht).
Madison: Doch, sind wir. Er ist The Rock, ich bin The Pebble (der Kieselstein).
Dwayne, das Motto deines Film-Charakters ist ja „Sag niemals nie“. Ist das ein Slogan, der auch auf dich privat als Dwayne Johnson zutrifft?
Dwayne: Nein, ich bin kein „Sag niemals nie“-Typ. Dafür aber ein großer Freund von „vielleicht“.
Madison: Wenn du Pech hast, sagt das aber auch der nächste Casting-Director zu dir, wenn du ihn fragst, ob du die nächste Rolle bekommst: Vielleicht! (lacht)
Dwayne: Ich habe jedenfalls gelernt, mich mit meinen Antworten nicht zeitlich festzulegen.
In „Daddy ohne Plan” mimst du ja einen Football-Profi, der von seiner Tochter auch zum Ballett tanzen genötigt wird. Was war für dich körperlich anstregender: Ballett oder Football?
Dwayne: Kräftezehrender waren tatsächlich die Tanz-Einlagen. Ich habe Ballett bis dato komplett unterschätzt, wie es die meisten Typen tun. Wir haben zwei Wochen mit dem Boston Ballet zusammen verbracht, und ich war wirklich beeindruckt, wie schwierig es ist. Außerdem: Wann hat man sonst schon mal die Möglichkeit, einen engen, grünen Elastan-Anzug zu tragen und sowohl die Leute, als auch sich selbst damit zum Lachen zu bringen?
Madison, du bist ja trotz deiner neun Jahre selbst schon eine langjährige Tänzerin. War es daher aufregender für dich, mit dem Boston Ballet zu tanzen oder doch mit The Rock drehen zu dürfen?
Dwayne: Jetzt gib bloß die richtige Antwort!
Madison: Wie gesagt: Ich kannte Dwayne vorher nicht, deshalb war er für mich nicht so was wie ein Celebrity. Die Leute vom Boston Ballet zu treffen, war natürlich toll, aber dasselbe trifft auch auf Dwayne zu. Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit ihm zu arbeiten. Deswegen kann ich mich da unmöglich für eine Seite entscheiden, ich bin mit allen befreundet. Gute Antwort?
Dwayne: Eine sehr gute sogar!
Der Film wirft ja auch die Frage auf, ob Erfolg zur Einsamkeit führt. Wie denkst du darüber, Dwayne?
Dwayne: Sowas kommt immer mal wieder vor, klar. Man muss sich daher bewusst machen, wo die eigenen Prioritäten liegen und sich neben der Karriere auch noch ausreichend um ein stabiles Privatleben kümmern. Viele Celebrities interessiert aber nur Geld und Erfolg, sie sind damit in Wirklichkeit aber total unglücklich. Ich kenne solche Leute ja auch.
Wie war denn der Übergang vom Action- zum Familienfilm-Genre für dich?
Dwayne: Das war großartig. Ich habe mich immer schon für Comedy interessiert, selbst in meinem Action-Rollen habe ich stets versucht, ein bisschen was Komödiantisches zu integrieren, wenn es Sinn gemacht hat. Deshalb habe ich schon lange auf die richtige Gelegenheit gewartet, auch mal eine Komödie machen zu können. Als ich jedoch den Durchbruch als „Scorpion King“ hatte, wurde mir erstmal nur noch Action angeboten. Ich habe das verstanden, schließlich war das auch die Welt, aus der ich gekommen bin. Aber ich bin froh, dass ich es jetzt endlich geschafft habe, mich in beiden Genres zu etablieren.
Wenn man dich heute anschaut und mit dem Aussehen in deinen älteren Filmen vergleicht, scheinst du ein bisschen abgenommen zu haben. Es gab doch hoffentlich genug zu essen am Set?
Dwayne: (lacht) Doch, da gab es genug. Danke der Nachfrage! Aber mein Aussehen hängt eben auch immer ein bisschen von den aktuellen Rollen ab, die ich spiele. Für „Daddy ohne Plan“ wollte ich ein bisschen abnehmen, weil ich dort einen Quarterback spiele, und die sind nie besonders massig. Aber ich habe im Lauf der Zeit natürlich auch mein Training etwas verändert und achte immer auf meine Ernährung, das ist mir wichtig.
Madison: Das ist gelogen! Mir hat er erzählt, dass er am liebsten bei Dunkin’ Donuts isst.
Dwayne: Jetzt sperr doch mal einer das Kind zurück in den Käfig! (grinst)
Würdest du sagen, dass dir das Wrestling dabei geholfen hat, im Filmgeschäft Fuß zu fassen?
Dwayne: Wrestling hat mir auf jeden Fall eine Plattform geboten. Der Ring war mein Theater, meine Bühne. Das hat mich über den gesamten Globus geführt. Aber ich war immer schon jemand, der den Dialog über das Körperliche gestellt hat. Das Wrestling selbst ist einfach, das ist irgendwann reiner Automatismus. Aber den Spaß in verbaler Form rüberzubringen, das war das Schwierige und die Kunst daran. Und das bereitet dich generell für das Showbusiness vor. Was allerdings nicht zwangsläufig heißen muss, dass man deshalb ein guter Schauspieler wird. Dafür muss man hart arbeiten.
Als einer von Wenigen hast du es geschafft, als ehemaliger Profi-Sportler in Hollywood anzukommen. Gibt es, abgesehen von deinem Talent, rückblickend noch andere Faktoren, die dich dahin gebracht haben, wo du jetzt stehst?
Dwayne: Im Vorfeld musst du für dich selbst klären, was für eine Art von Schauspieler du sein willst. Aus irgendeinem Grund schaffen es jedoch die meisten Sportler nicht, dieselbe Disziplin in der Schauspielerei aufzubringen, die sie vorher zu erfolgreichen Sportlern gemacht hat. Aber auch da musst du mit demselben Einsatz zuwerke gehen, engagiert sein, Opfer bringen und neue Dinge in dich aufnehmen. Und wenn du das erkannt hast, musst du natürlich zusehen, dass du dich mit anderen Schauspielern umgibst, tolle Regisseure kennenlernst, an gutes Material herankommst, fähige Schauspiellehrer hast und lernst. Das ist alles ein Prozess. Meine ersten Filme kann ich mir heute zum Beispiel kaum noch ansehen. Aber solange du immer ehrlich zu dir selbst bist und dich nicht zu sehr unter Druck setzt, kann eigentlich gar nichts schief gehen.
Du wolltest ja ursprünglich selbst mal Football-Profi werden. Hatte deine Rolle als Football-Spieler daher auch etwas von ankommen für dich?
Dwayne: Ja, auf jeden Fall. Diese geplatzte Football-Karriere war ein Traum von mir, der leider nicht wahr geworden ist. Dafür hatte ich hart gearbeitet, dann kam noch Verletzungspech dazu, aber ich war wohl auch einfach nicht gut genug. Wäre ich gut genug gewesen, hätte ich es auch geschafft. Aber zehn Jahre später stehe ich nun im Film auf dem Feld, halte meine Tochter in der einen, die Siegtrophäe in der anderen Hand, davon hatte ich mein Leben lang geträumt. Aber so ist das im Leben nunmal, manchmal kommt so etwas auf andere Weise wieder zu einem zurück. Zwar nicht so, wie ich es mir ursprünglich mal erhofft hatte, aber das war trotzdem ein schöner Moment.
Madison, du hast mit deinem Film-Charakter Peyton ja viel gemeinsam. Ihr tanzt beide gerne, liebt Hunde und spielt gerne mit Puppen. War es für dich daher besonders einfach, die Rolle zu spielen?
Madison: Es war überhaupt nicht einfach!
Entschuldigung, so war das nicht gemeint.
Madison: (lacht) Aber es stimmt natürlich, dass wir in vielerlei Hinsicht ähnlich sind, aber ich kenne meinen Vater schon mein ganzes Leben, was bei Peyton eben nicht der Fall war. Und das ist schon mal ein sehr großer Unterschied. Am schwierigsten für mich waren die Szenen zu spielen, in denen ich weinen musste. Aber wir haben diese Szenen am Schluss gedreht, und ich habe dann einfach daran gedacht, wie sehr ich alle Leute am Set vermissen werde.
Dwayne: Das ist doch jetzt Quatsch, du heulst schließlich ständig herum. (grinst)
Madison, wenn du so eine multitalentierte Tänzerin bist, was hältst du denn dann von Cheerleadern?
Madison: Ich bin Tänzerin, mit Cheerleading hatte ich nie sonderlich viel am Hut. Aber beim Dreh hatten wir ja die Cheerleader der Boston Rebels vor Ort. Die standen die ganze Zeit bei Eiseskälte in ihren Mini-Röcken draußen rum, während wir zwischen den Takes immer sofort Mäntel angezogen bekommen haben.
Dwayne: Es gab aber einen trifftigen Grund dafür, warum wir den Mädels nichts angezogen haben. Alle Männer meinten immer sofort: Nein, lasst nur, denen geht es gut. (grinst)
Madison: Ja, aber das war schon hart.
Dwayne: (lacht) Sehr hart sogar! Das konnte man eindeutig unter den T-Shirts erkennen.
Interview: Daniel Schieferdecker, Film.de Redaktion
Interview vom: 25.03.2008
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Süß
Ein netter schöner Familienfilm der nie langweilig wird.
Von Sonnenschein185 am 31.03.2008 - 10:59Nicht nur für Disney-Fans!!
Dieser Film ist einfach nur genial. Die Besetzung ist super und eine gute Handlung ist auch vorhanden. Vor allem die kleine Tochter Peyton spielt ihre Rolle super. Mit Madison Pettis haben die Produzenten die Richtige Auswahl getroffen. Reh-Augen, frech, bildhübsch und total lustig. The Rock spielt seine eitle Rolle als Footballspieler und Vater auch sehr gut. Das ganze Football-Team bringt jeden Zuschauer zum Lachen. Den Film sollte man gesehen haben. Kann es kaum abwarten bis der Film auf DVD erscheint.